Volksbad Nürnberg

Mitten in Nürnberg, direkt am Plärrer neben einer stark befahrenen Straße steht es, eines der schönsten und größten  Volksbäder in Deutschland, das Nürnberger Volksbad.

1911 bis 1913 erbaut, im Krieg stark beschädigt, bis 1959 wieder aufgebaut, steht es nun seit 1994 wegen Unrentabilität leer und verfällt langsam. Der Stadt Nürnberg fehlt es an Geld, am Willen oder auch an Ideen etwas an der Situation zu ändern. Was sollen wir machen? sanieren? umbauen? zum Kaufhaus?  zum Museum? doch abreisen?

Die letzten Jahre ist es auf jeden Fall recht ruhig um das Gebäude geworden. Konkrete Pläne gibt es momentan nicht mal in weiter Ferne und so muss sich das Gebäude damit begnügen als Kulisse für Fotografen und Filmer her zu halten. Weiterlesen

Straßenbahndepot Muggenhof

Das Straßenbahndepot in Muggenhof diente seit 1913 der Nürnberger-Fürther Straßenbahn und der VAG als Hauptwerkstatt und wurde im Jahr 2003 aufgelöst. Seit dem stehen die größtenteils unter Denkmalschutz stehenden Gebäude leer und warten auf eine neue Nutzung.

Mit der Elektrifizierung 1896 entwickelte sich Nürnbergs Straßenbahnnetz rapide. 1903 wurde das bisher private Straßenbahn Unternehmen von der Stadt gekauft und massiv ausgebaut. Innerhalb von 10 Jahren wuchs das Schienennetz von 50 auf über 120 km und über 300 neue Wagen wurden Weiterlesen

Kongresshalle Nürnberg

Sie ist das größte noch erhaltene Bauwerk aus der NS Zeit und Nürnbergs größtes Bauwerk der Neuzeit, die Kongresshalle am ehemaligen Reichsparteitagsgelände.

Das gewaltige Gebäude war für Tagungen der NSDAP gedacht und sollte Platz für bis zu 50000 Menschen bieten.

Die Halle sollte nach den Vorstellungen der Architekten Ludwig und Franz Ruff, an das Kolosseum in Rom erinnern, es aber in den Dimensionen weit übertreffen. So hätten in die 275 mal 265 Meter große und 70 Meter hohe Halle doppelt so viele Menschen gepasst als in das Kolosseum von Rom. Weiterlesen

Fürths neue Mitte

Fürths neue Mitte ist ein Krater. An Stelle von Fiedler, Parkhotel, Festsaal, Kino und dem Wölfel Areal tut sich im Herzen von Fürth gerade eine große Baugrube auf. Wenig erinnert an das was hier mal stand. 2 Wände des alten Festsaals sind alles was geblieben ist. Weder Denkmalschutz, eine laufende Petition gegen den Abriss, Gutachten und Aussagen von Experten noch die Einstufung durch das Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, For­schung und Kunst als Oberste Denk­mal­schutzbehörde, dass der Abriss rechtswidrig sein, konnten die Koalition der Willigen vom Abriss abhalten.
Dem Investor wurden so gut wie keine Auflagen, was dem Umgang mit den Bestandsgebäuden angeht gemacht und so konnte sich dieser auch austoben.
Fürth verliert dadurch wieder ein Stück von seinem Gesicht und bekommt dafür einen austauschbaren Bürobau mit ein paar Läden drin, die es in Fürth eh schon gibt.

Anfang 2013 begannen die Abrissarbeiten um Platz für die Neue Mitte zu schaffen.

Ich habe den Abriss mit meiner Kamera begleitet und versucht ihn so gut wie möglich zu dokumentieren.

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Möbel Quelle Abriss

So nun ist es soweit, die Möbel-Quelle ist Geschichte.

Am Gebäude wurde schon seit einigen Monaten rumgewerckelt, richtig los ging es aber erst Ende Mai. Innerhalb von nur einem Monat verschwand der 50ger Jahre Bau, um Platz für den Datev Campus zu machen.

Dieser wird der neue Arbeitsplatz von etwa 1800 Datev Mitarbeitern und wird um einiges größer als die Möbel-Quelle.

Der Neubau will modern, effizient und nachhaltig sein. Neben einem Parkhaus für etwa 850 Autos sollen auch etwa 120 Fahrradabstellplätze entstehen.

Ansonsten wenig grün, viel Glas und Beton und trotz aller Versprechen leider nur äußerst langweilige und einfallslose Architektur.

Wobei letzteres in so einer exponierten Lage besonders ärgerlich ist.

Ein kleinen Eindruck von dem was dort bald entstehen wird kann man unter folgendem Link gewinnen.

Link

Seit Ende Mai hatte ich ein paar mal die Gelegenheit mich auf dem Gelände und im Gebäude auszutoben. Dabei entstanden folgende Fotos. Weiterlesen