Baustelle Nürnberg

Nürnberg durchlebt gerade einen regelrechten Bauboom. Seit etwa 3 Jahren wird an allen Ecken abgerissen, saniert oder neugebaut. Brachen und Ruinen werden belebt und Baulücken geschlossen. Da diese Baustellen zunehmend das Gesicht der Stadt prägen, werde ich sie in Zukunft öfter mal unter die Lupe nehmen.

Am Wochenende habe ich mich auf dem ehemaligen Gelände von Heumann Pharma in der Allersberger-Straße umgeschaut. Weiterlesen

Fürths neue Mitte

Fürths neue Mitte ist ein Krater. An Stelle von Fiedler, Parkhotel, Festsaal, Kino und dem Wölfel Areal tut sich im Herzen von Fürth gerade eine große Baugrube auf. Wenig erinnert an das was hier mal stand. 2 Wände des alten Festsaals sind alles was geblieben ist. Weder Denkmalschutz, eine laufende Petition gegen den Abriss, Gutachten und Aussagen von Experten noch die Einstufung durch das Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, For­schung und Kunst als Oberste Denk­mal­schutzbehörde, dass der Abriss rechtswidrig sein, konnten die Koalition der Willigen vom Abriss abhalten.
Dem Investor wurden so gut wie keine Auflagen, was dem Umgang mit den Bestandsgebäuden angeht gemacht und so konnte sich dieser auch austoben.
Fürth verliert dadurch wieder ein Stück von seinem Gesicht und bekommt dafür einen austauschbaren Bürobau mit ein paar Läden drin, die es in Fürth eh schon gibt.

Anfang 2013 begannen die Abrissarbeiten um Platz für die Neue Mitte zu schaffen.

Ich habe den Abriss mit meiner Kamera begleitet und versucht ihn so gut wie möglich zu dokumentieren.

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Möbel Quelle Abriss

So nun ist es soweit, die Möbel-Quelle ist Geschichte.

Am Gebäude wurde schon seit einigen Monaten rumgewerckelt, richtig los ging es aber erst Ende Mai. Innerhalb von nur einem Monat verschwand der 50ger Jahre Bau, um Platz für den Datev Campus zu machen.

Dieser wird der neue Arbeitsplatz von etwa 1800 Datev Mitarbeitern und wird um einiges größer als die Möbel-Quelle.

Der Neubau will modern, effizient und nachhaltig sein. Neben einem Parkhaus für etwa 850 Autos sollen auch etwa 120 Fahrradabstellplätze entstehen.

Ansonsten wenig grün, viel Glas und Beton und trotz aller Versprechen leider nur äußerst langweilige und einfallslose Architektur.

Wobei letzteres in so einer exponierten Lage besonders ärgerlich ist.

Ein kleinen Eindruck von dem was dort bald entstehen wird kann man unter folgendem Link gewinnen.

Link

Seit Ende Mai hatte ich ein paar mal die Gelegenheit mich auf dem Gelände und im Gebäude auszutoben. Dabei entstanden folgende Fotos. Weiterlesen

Tucher im August



Nun ist es soweit ein Kapitel neigt sich dem Ende. Die Abbrucharbeiten an der Tucherbrauerei in Nürnberg sind mittlerweile fast abgeschlossen.  Am 25.8.2011 um Punkt 15 Uhr wurde der Schornstein vor begeistertem Publikum gesprengt und so ist bis auf wenige Teile der Keller, dem Sudhaus und Wasserturm nichts mehr von der alter Brauerei übrig. Weiterlesen

Gastbeitrag – Tucher Schornstein

Vor wenigen Tagen bekam ich eine Email über die ich mich sehr gefreut habe und auf die ich schon lange gewartet habe.

Sie stammt von Bianco, den ich vor einigen Wochen auf dem Tuchergelände angetroffen habe und der damals dabei war einen abenteuerlichen Plan in die Tat umzusetzen.

Ich bedanke und freue mich seinen Bericht, hier zu veröffentlichen

Danko.

Nur noch die letzten beiden Stufen, dann ein beherzter Griff um die Kante – au weia, wo halte ich mich da eigentlich fest??? – und es bietet sich ein herrlicher Ausblick über ganz Nürnberg.

Bereits vor einer Woche hätte sich dieser bieten sollen, aber das Wetter war nicht halb so gut wie heute und eine ganze Reihe anderer Probleme hatten letztendlich dazu geführt, dass das Projekt „Tucher-Kamin“ zunächst scheiterte, obwohl alles gut geplant erschien:

Als Sicherungspartner hatte Jörg zugesagt, Taschenlampen, Seil, Gurt, Schlingen, Karabiner und ein großes Stofftuch als Unterlage für das Seil waren im Rucksack verstaut und der Ort des Geschehens wird „problemlos erreicht“. Wir richten uns im Kamin häuslich ein und bereiten alles vor, dann noch einmal durchschnaufen und los geht es… Weiterlesen

Fleischmann

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Etwa 120 Jahre lang stand in einem Hinterhof in der Bielingstraße in Nürnberg, ein unauffälliges Haus mit einer spannenden und bewegten Geschichte. Hier wurde die Firma Fleischmann geboren, fertigte ihre ersten Modelle und stellte später,  als schon in größeren Hallen produziert wurde, ihr Werke aus.

2008 ging der Modellbauer in die Insolvenz und das Gebäude wurde verkauft. Schon 2 Jahre später wurde die alte Fabrik abgerissen. An ihrer Stelle entstand ein Wohnhaus.

Glücklicherweise wurde ich durch einen schönen Zufall kurz vor dem Abriss, auf dieses Haus aufmerksam.

Es war sowas wie Liebe auf den ersten Blick. Die Atmosphere und die Stimmung in dem Gebäude hatten mich gefesselt und es war mir damals unbegreiflich wie man so ein Haus einfach abreisen konnte.

Ich wollte das Gebäude, seine Räume, das Licht und das Gefühl zumindest auf Fotos festhalten und begann mit dem Fotografieren. Hier entstand die Idee zu meinem Blog und hier bagann meine Leidenschaft für das Fotografieren. Ich war während der Abrissarbeiten fast täglich auf dem Gelände und habe versucht die Veränderungen und das stückweise Verschwinden der alten Fabrik zu dokumentieren.

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