Ein Abschied und ein Neuanfang

Dies ist mein letzter Blog-Eintrag auf „Gesichter der Stadt“. Ich möchte mich heute von euch verabschieden und mich bei euch bedanken.
Bedanken für über 75.000 Besucher, knapp 250.000 Seitenaufrufe, 240 Kommentare und die vielen zahlreichen konstruktiven, kritischen und lieben Emails die ich in den letzten sechs Jahren von euch erhalten habe. Es freut mich sehr das vielen von euch meine Arbeit gefallen hat und sie auch den ein oder anderen selber zum erkunden seiner Umgebung animiert hat.

Über die Jahre hinweg wurden meine Projekte immer aufwendiger und führten mich immer weiter über die Grenzen Nürnbergs hinaus. Aus einem kleinen Solo-Projekt wurden aufwendigen Großprojekte die nur in Zusammenarbeit mit anderen Menschen entstehen konnten. Aus diesem Grund fiel für mich am fünften Jahrestag von Gesichter der Stadt, im September 2015 die Entscheidung zu neuen Ufern aufzubrechen.

Zusammen mit meinen Freunden und Kollegen Alexander Pyka, Alex Wittchen und Tim Kaufmann riefen wir Delve ins Leben. Ein digitales Archiv für unsere Reisen, Expeditionen, Erkundungen, Geschichten und Erlebnisse. Am Sonntag dem 15.01.2017 ist Delve nach über einem Jahr Arbeit online gegangen. In Zukunft werden wir dort regelmäßig neue Geschichten, Artikel und Reportagen veröffentlichen. Geschichten aus Nürnberg und der Welt.

„Gesichter der Stadt“ bleibt weiterhin online und wird in seiner jetzigen Form konserviert.

Vielen Dank an alle die „Gesichter der Stadt“ mit ihren Besuchen und Kommentaren stehts am Leben gehalten haben und mich bei dem Projekt unterstützt haben.

Liebe!
Danko out.

https://delve.site/
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Volksbad Nürnberg

Mitten in Nürnberg, direkt am Plärrer neben einer stark befahrenen Straße steht es, eines der schönsten und größten  Volksbäder in Deutschland, das Nürnberger Volksbad.

1911 bis 1913 erbaut, im Krieg stark beschädigt, bis 1959 wieder aufgebaut, steht es nun seit 1994 wegen Unrentabilität leer und verfällt langsam. Der Stadt Nürnberg fehlt es an Geld, am Willen oder auch an Ideen etwas an der Situation zu ändern. Was sollen wir machen? sanieren? umbauen? zum Kaufhaus?  zum Museum? doch abreisen?

Die letzten Jahre ist es auf jeden Fall recht ruhig um das Gebäude geworden. Konkrete Pläne gibt es momentan nicht mal in weiter Ferne und so muss sich das Gebäude damit begnügen als Kulisse für Fotografen und Filmer her zu halten. Weiterlesen

Ein Wunderland in Franken

Nicht weit von Nürnberg entfernt liegt das Fränkische Wunderland. Ein kleiner Freizeitpark der hier gleich neben der Autobahn bereits 1976 seine Pforten öffnete und sich über viele Jahre gut gehalten hat und langsam gewachsen ist.

Offiziell und laut Betreiber seit 2013 in Umbau soll er nächstes Jahr wieder öffnen. Dies kann aber durchaus in angezweifelt werden. Das Bild vor Ort erzählt etwas anderes. Ausverkauf und Aufgabe.

So wurden die letzten Jahre seit der Schließung nicht etwa zur Modernisierung und Renovierung genutzt sondern dazu, alles was sich verkaufen ließ abzubauen und zu veräußern.

Während gerade die letzte Achterbahn abgebaut wird, verfallen und verrotten die Reste des Parks und die Natur beginnt sich langsam ihr Gebiet zurück zu erobern.

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Zucker Bär

Seit 1974 standen die Gebäude auf dem Zuckerbär Gelände leer. Wind, Wetter und Menschen setzten dem Gebäuden in den Jahren des Leerstands sehr zu. Die Natur hatte sich das Areal zurückerobert und einen Großteil der Gebäude verschlungen. Am Ende war die Verwüstung und Zerstörung soweit fortgeschritten, dass selbst der Erhalt der denkmalgeschützten Fabrikantenvilla aus dem Jahr 1887 mehr als fraglich schien.

Heute ist auf dem Gelände vom einstigen Chaos und der Zerstörung nichts mehr zu sehen. Zeit für eine Neuauflage. Weiterlesen

Der Paniersbunker

In Nürnberg gibt es eine Vielzahl an unterschiedlichen Bunkern aus unterschiedlichen Zeitepochen. Die meisten von ihnen findet man im Untergrund der Altstadt. Weit über 20 unterscheidliche Anlagen verstecken sich hier unter den Füssen der Nürnberger. Einer davon ist der Paniersbunker. Weiterlesen

Neue unbekannte Welt

Als mich im Sommer 2014 mein Freund Pyka zum wiederholten male frage ob ich ihn bei einer seiner Expeditionen in ein verlassenes Bergwerk begleiten wolle, konnte ich nicht mehr nein sagen. Zu oft hatte ich schon gekniffen und seine Angebote ausgeschlagen. Die Vorstellung mich in ein seit Jahrzehnten verlassenes Bergwerk abzuseilen fand ich damals noch ziemlich abschreckend. In meinem Kopf erzeugten die Vorstellungen von engen Löchern durch die man sich quetschen muss, Dunkelheit, Kälte, Schlamm, eine unsichtbare und ständig begleitete Gefahr von Steinen die einem zu jeder Zeit auf den Kopf fallen können, Angstperlen auf der Stirn . Ebenfalls damals für mich abschreckend die Gewissheit von der Außenwelt komplett abgeschnitten zu sein. Hat man doch zumindest Übertage die Möglichkeit im Falle eines Notfalls (sprich wenn man Blödsinn baut oder sich doof anstellt) Hilfe zu holen.

Naja wie dem auch sein. Im August 2014 war es dann endlich soweit, ich zeigte meinen Zweifeln, Ängsten und Phobien den Mittelfinger, schnappte meine Kamera und fuhr mit Pyka mit. Weiterlesen

Straßenbahndepot Muggenhof

Das Straßenbahndepot in Muggenhof diente seit 1913 der Nürnberger-Fürther Straßenbahn und der VAG als Hauptwerkstatt und wurde im Jahr 2003 aufgelöst. Seit dem stehen die größtenteils unter Denkmalschutz stehenden Gebäude leer und warten auf eine neue Nutzung.

Mit der Elektrifizierung 1896 entwickelte sich Nürnbergs Straßenbahnnetz rapide. 1903 wurde das bisher private Straßenbahn Unternehmen von der Stadt gekauft und massiv ausgebaut. Innerhalb von 10 Jahren wuchs das Schienennetz von 50 auf über 120 km und über 300 neue Wagen wurden Weiterlesen

Kongresshalle Nürnberg

Sie ist das größte noch erhaltene Bauwerk aus der NS Zeit und Nürnbergs größtes Bauwerk der Neuzeit, die Kongresshalle am ehemaligen Reichsparteitagsgelände.

Das gewaltige Gebäude war für Tagungen der NSDAP gedacht und sollte Platz für bis zu 50000 Menschen bieten.

Die Halle sollte nach den Vorstellungen der Architekten Ludwig und Franz Ruff, an das Kolosseum in Rom erinnern, es aber in den Dimensionen weit übertreffen. So hätten in die 275 mal 265 Meter große und 70 Meter hohe Halle doppelt so viele Menschen gepasst als in das Kolosseum von Rom. Weiterlesen

Baustelle Nürnberg

Nürnberg durchlebt gerade einen regelrechten Bauboom. Seit etwa 3 Jahren wird an allen Ecken abgerissen, saniert oder neugebaut. Brachen und Ruinen werden belebt und Baulücken geschlossen. Da diese Baustellen zunehmend das Gesicht der Stadt prägen, werde ich sie in Zukunft öfter mal unter die Lupe nehmen.

Am Wochenende habe ich mich auf dem ehemaligen Gelände von Heumann Pharma in der Allersberger-Straße umgeschaut. Weiterlesen