Volksbad Nürnberg

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Mitten in Nürnberg, direkt am Plärrer neben einer stark befahrenen Straße steht es, eines der schönsten und größten  Volksbäder in Deutschland, das Nürnberger Volksbad.

1911 bis 1913 erbaut, im Krieg stark beschädigt, bis 1959 wieder aufgebaut, steht es nun seit 1994 wegen Unrentabilität leer und verfällt langsam. Der Stadt Nürnberg fehlt es an Geld, am Willen oder auch an Ideen etwas an der Situation zu ändern. Was sollen wir machen? sanieren? umbauen? zum Kaufhaus?  zum Museum? doch abreisen?

Die letzten Jahre ist es auf jeden Fall recht ruhig um das Gebäude geworden. Konkrete Pläne gibt es momentan nicht mal in weiter Ferne und so muss sich das Gebäude damit begnügen als Kulisse für Fotografen und Filmer her zu halten. Weiterlesen

Ein Wunderland in Franken

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Nicht weit von Nürnberg entfernt liegt das Fränkische Wunderland. Ein kleiner Freizeitpark der hier gleich neben der Autobahn bereits 1976 seine Pforten öffnete und sich über viele Jahre gut gehalten hat und langsam gewachsen ist.

Offiziell und laut Betreiber seit 2013 in Umbau soll er nächstes Jahr wieder öffnen. Dies kann aber durchaus in angezweifelt werden. Das Bild vor Ort erzählt etwas anderes. Ausverkauf und Aufgabe.

So wurden die letzten Jahre seit der Schließung nicht etwa zur Modernisierung und Renovierung genutzt sondern dazu, alles was sich verkaufen ließ abzubauen und zu veräußern.

Während gerade die letzte Achterbahn abgebaut wird, verfallen und verrotten die Reste des Parks und die Natur beginnt sich langsam ihr Gebiet zurück zu erobern.

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Zucker Bär

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Seit 1974 standen die Gebäude auf dem Zuckerbär Gelände leer. Wind, Wetter und Menschen setzten dem Gebäuden in den Jahren des Leerstands sehr zu. Die Natur hatte sich das Areal zurückerobert und einen Großteil der Gebäude verschlungen. Am Ende war die Verwüstung und Zerstörung soweit fortgeschritten, dass selbst der Erhalt der denkmalgeschützten Fabrikantenvilla aus dem Jahr 1887 mehr als fraglich schien.

Heute ist auf dem Gelände vom einstigen Chaos und der Zerstörung nichts mehr zu sehen. Zeit für eine Neuauflage. Weiterlesen

Der Paniersbunker

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In Nürnberg gibt es eine Vielzahl an unterschiedlichen Bunkern aus unterschiedlichen Zeitepochen. Die meisten von ihnen findet man im Untergrund der Altstadt. Weit über 20 unterscheidliche Anlagen verstecken sich hier unter den Füssen der Nürnberger. Einer davon ist der Paniersbunker. Weiterlesen

Neue unbekannte Welt

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Als mich im Sommer 2014 mein Freund Pyka zum wiederholten male frage ob ich ihn bei einer seiner Expeditionen in ein verlassenes Bergwerk begleiten wolle, konnte ich nicht mehr nein sagen. Zu oft hatte ich schon gekniffen und seine Angebote ausgeschlagen. Die Vorstellung mich in ein seit Jahrzehnten verlassenes Bergwerk abzuseilen fand ich damals noch ziemlich abschreckend. In meinem Kopf erzeugten die Vorstellungen von engen Löchern durch die man sich quetschen muss, Dunkelheit, Kälte, Schlamm, eine unsichtbare und ständig begleitete Gefahr von Steinen die einem zu jeder Zeit auf den Kopf fallen können, Angstperlen auf der Stirn . Ebenfalls damals für mich abschreckend die Gewissheit von der Außenwelt komplett abgeschnitten zu sein. Hat man doch zumindest Übertage die Möglichkeit im Falle eines Notfalls (sprich wenn man Blödsinn baut oder sich doof anstellt) Hilfe zu holen.

Naja wie dem auch sein. Im August 2014 war es dann endlich soweit, ich zeigte meinen Zweifeln, Ängsten und Phobien den Mittelfinger, schnappte meine Kamera und fuhr mit Pyka mit.

Wir machten uns auf den Weg zu einer unterirdischen Rüstungsfabrik aus dem 2. Weltkrieg. Die Anlage wurde getarnt in einem bestehenden Schieferbergwerk untertage angelegt. Hierfür wurden damals die schon bestehenden Abbaukammern und Stollen ausgebaut und vergrößert. Ganze Züge fuhren hier damals ein und aus. Die großen Hallen waren komplett ausgebaut und bis zu 40 Meter hoch. Nach Ende des Krieges wurden die Anlagen untertage gesprengt und alle Zugänge verschlossen. Mythen und Gerüchte über das Objekt und seine verborgenen Geheimnisse kursieren seit je her.

 

Vor Ort angekommen hatten wir zunächst einen langen abstieg in einen alten Tagebau vor uns. Vorbei an zugewachsenen Überresten von Produktionsanlagen und Gebäuden geht es etwa 300 Meter entlang von steilen Hängen in die Tiefe.

Der Tagebau ist schon seit vielen Jahrzehnten sich selbst überlassen und an vielen Stellen verschwinden die Spuren menschlicher Tätigkeit unter einem dichten Grün. Das Gefühl gerade eine  neue unbekannte Welt zu betreten verfestigt sich mit der Zeit immer mehr.

Über eine kleine verstecke Spalte am Boden des Tagebaus gelangten wir in einen der vielen Stollen der Anlage. Hier geht es dann über einen Verbruch im Stollen weiter in die alten Hallen der Fabrik bzw das was von ihnen nach zahlreichen Explosionen und Jahrzehnten des Leerstandes und Verfalls noch übrig ist.

Was einen hier unten erwartet ist schwer zu beschreiben und es ist etwas was ich vorher mir nie hätte vorstellen können. Ein Labyrinth aus Gängen und Kammern teilweise so hoch wie Hochhäuser gefüllt mit Trümmern, teilweise verbrochen und geflutet. Verbogene und zerfetzte Stahlkonstruktionen, Betonsäulen und Decken formen zusammen mit herausgebrochenem Gestein abstrakte und faszinierende Skulpturen. Absolute Dunkelheit und Stille die nur ab und zu von Tropfgeräuschen eindringenden Wassers gestört wird. Man fühlt sich wie auf einem fremden Planeten, eine unbekannte Welt für die man bisher keine Referenz Objekte im Kopf hat, alles ist abstrakt und selbst die Zeit scheint hier anders zu vergehen als an der Erboberfläche.

 

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Der Trip wurde zum Auftakt von einer ganzen Reihe an Erkundungen und Fotoprojekten Untertage die hier in der Zukunft vorgestellt werden.

Die gezeigten Fotos entstanden in Teamarbeit zusammen mit Alexander Pyka.

Kamera Canon 5d Mark II

Auf meinem neuen Instagram Account kann zudem jeder bei Interesse schon mal einen kleinen Überblick über die bevorstehenden Artikel bekommen. Hier poste ich auch regelmäßig Bilder von aktuellen Expeditionen und Reisen.

instagram.com/dankogreen/

Beste Grüße

Danko

Flickr Fotoset

Fotos: Alex Pyka & Jonathan Danko Kielkowski

 

 

Straßenbahndepot Muggenhof

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Das Straßenbahndepot in Muggenhof diente seit 1913 der Nürnberger-Fürther Straßenbahn und der VAG als Hauptwerkstatt und wurde im Jahr 2003 aufgelöst. Seit dem stehen die größtenteils unter Denkmalschutz stehenden Gebäude leer und warten auf eine neue Nutzung.

Mit der Elektrifizierung 1896 entwickelte sich Nürnbergs Straßenbahnnetz rapide. 1903 wurde das bisher private Straßenbahn Unternehmen von der Stadt gekauft und massiv ausgebaut. Innerhalb von 10 Jahren wuchs das Schienennetz von 50 auf über 120 km und über 300 neue Wagen wurden Weiterlesen

Kongresshalle Nürnberg

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Sie ist das größte noch erhaltene Bauwerk aus der NS Zeit und Nürnbergs größtes Bauwerk der Neuzeit, die Kongresshalle am ehemaligen Reichsparteitagsgelände.

Das gewaltige Gebäude war für Tagungen der NSDAP gedacht und sollte Platz für bis zu 50000 Menschen bieten.

Die Halle sollte nach den Vorstellungen der Architekten Ludwig und Franz Ruff, an das Kolosseum in Rom erinnern, es aber in den Dimensionen weit übertreffen. So hätten in die 275 mal 265 Meter große und 70 Meter hohe Halle doppelt so viele Menschen gepasst als in das Kolosseum von Rom. Weiterlesen

Baustelle Nürnberg

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Nürnberg durchlebt gerade einen regelrechten Bauboom. Seit etwa 3 Jahren wird an allen Ecken abgerissen, saniert oder neugebaut. Brachen und Ruinen werden belebt und Baulücken geschlossen. Da diese Baustellen zunehmend das Gesicht der Stadt prägen, werde ich sie in Zukunft öfter mal unter die Lupe nehmen.

Am Wochenende habe ich mich auf dem ehemaligen Gelände von Heumann Pharma in der Allersberger-Straße umgeschaut. Weiterlesen

Valparolapass

Tag 4 (17)

Mai 2012. Im Rahmen einer Studienfahrt machte ich mich zusammen mit einigen meiner Kommilitonen auf nach Südtirol. Untergebracht waren wir in St. Ulrich in Görden, inmitten der Dolomiten. Natur, wunderschöne Berge und eine Atemberaubende Kulisse. 4 Tage lang sollten wir in den umliegenden Bergen, Fotos und Sphären für ein bevorstehendes Projekt für die Fotokina 2012 aufnehmen. Weiterlesen