Zucker Bär im Sommer

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Seit 1974 standen die Gebäude auf dem Zuckerbär Gelände leer. Wind, Wetter und Menschen setzten dem Gebäuden in den Jahren des Leerstands sehr zu. Die Natur hatte sich das Areal zurückerobert und einen Großteil der Gebäude verschlungen. Am Ende war die Verwüstung und Zerstörung soweit fortgeschritten, dass selbst der Erhalt der denkmalgeschützten Fabrikantenvilla aus dem Jahr 1887 mehr als fraglich schien.

Heute ist auf dem Gelände vom einstigen Chaos und der Zerstörung nichts mehr zu sehen. Zeit für eine Neuauflage. Weiterlesen

Der Paniersbunker

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In Nürnberg gibt es eine Vielzahl an unterschiedlichen Bunkern aus unterschiedlichen Zeitepochen. Die meisten von ihnen findet man im Untergrund der Altstadt. Weit über 20 unterscheidliche Anlagen verstecken sich hier unter den Füssen der Nürnberger. Einer davon ist der Paniersbunker. Weiterlesen

Neue unbekannte Welt

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So schnell vergeht die Zeit. Fast ein Jahr war nun wieder Pause auf diesem Blog. Jetzt geht es weiter. Ich war viel im In- und Ausland unterwegs und konnte eine Menge spannender und unbekannter Orte besuchen, neue Welten entdecken und Massen an Bildmaterial und Erfahrungen sammeln. In eine dieser neuen Welten brachte mich mein sehr guter Freund Pyka. Er ist schon seit gut 15 Jahren vernarrt in das Entdecken und Erkunden von verlassenen Bergwerken. Er beschränkt sich dabei nicht nur auf das Erkunden bereits bekannter Anlagen, sondern hat schon eine Vielzahl an längst vergessener Bergwerke und anderen unterirdischen Anlagen wieder entdeckt, freigelegt und erkundet. Von der Recherche und Suche bis zur Entdeckung und Erkundung der Anlagen vergingen dabei auch mal mehr als 5 Jahre. Ich war immer beeindruckt von seiner Begeisterung und Ausdauer bei dem Thema.

Im Sommer 2014 konnte ich ihn nun auf einer Expedition begleiten. Weiterlesen

Straßenbahndepot Muggenhof

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Das Straßenbahndepot in Muggenhof diente seit 1913 der Nürnberger-Fürther Straßenbahn und der VAG als Hauptwerkstatt und wurde im Jahr 2003 aufgelöst. Seit dem stehen die größtenteils unter Denkmalschutz stehenden Gebäude leer und warten auf eine neue Nutzung.

Mit der Elektrifizierung 1896 entwickelte sich Nürnbergs Straßenbahnnetz rapide. 1903 wurde das bisher private Straßenbahn Unternehmen von der Stadt gekauft und massiv ausgebaut. Innerhalb von 10 Jahren wuchs das Schienennetz von 50 auf über 120 km und über 300 neue Wagen wurden Weiterlesen

Kongresshalle Nürnberg

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Sie ist das größte noch erhaltene Bauwerk aus der NS Zeit und Nürnbergs größtes Bauwerk der Neuzeit, die Kongresshalle am ehemaligen Reichsparteitagsgelände.

Das gewaltige Gebäude war für Tagungen der NSDAP gedacht und sollte Platz für bis zu 50000 Menschen bieten.

Die Halle sollte nach den Vorstellungen der Architekten Ludwig und Franz Ruff, an das Kolosseum in Rom erinnern, es aber in den Dimensionen weit übertreffen. So hätten in die 275 mal 265 Meter große und 70 Meter hohe Halle doppelt so viele Menschen gepasst als in das Kolosseum von Rom. Weiterlesen

Baustelle Nürnberg

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Nürnberg durchlebt gerade einen regelrechten Bauboom. Seit etwa 3 Jahren wird an allen Ecken abgerissen, saniert oder neugebaut. Brachen und Ruinen werden belebt und Baulücken geschlossen. Da diese Baustellen zunehmend das Gesicht der Stadt prägen, werde ich sie in Zukunft öfter mal unter die Lupe nehmen.

Am Wochenende habe ich mich auf dem ehemaligen Gelände von Heumann Pharma in der Allersberger-Straße umgeschaut.

Der mittlerweile über 100 Jahre alte nürnberger Pharmakonzern, errichtete hier im Jahr 1935 seine Fabrik. In den Gebäuden wurden über viele Jahre Arzneimittel aller Arten entwickelt, produziert und gelagert. Gegründet wurde das Unternehmen 1913 von Ludwig Heumann, einem katholischer Priester der Diözese Eichstätt und Naturheilkundler. Aus dem kleinen Unternehmen wurde schnell ein großer Konzern. 1989 wurde die Heumann Pharma GmbH vom Saatgut und Herbizid Giganten Monsanto gekauft und gehört seit 2005 der indischen Torrent Pharma.

1b60428ed3e131bd28d2abdbf89613Fabrik und Produktion um 1935 ( Quelle Fotos ) Weiterlesen

Valparolapass

Intro

Mai 2012. Im Rahmen einer Studienfahrt machte ich mich zusammen mit einigen meiner Kommilitonen auf nach Südtirol. Untergebracht waren wir in St. Ulrich in Görden, inmitten der Dolomiten. Natur, wunderschöne Berge und eine Atemberaubende Kulisse. 4 Tage lang sollten wir in den umliegenden Bergen, Fotos und Sphären für ein bevorstehendes Projekt für die Fotokina 2012 aufnehmen.

Der erste Tag begann mit Regen, Schnee und Nebel, weshalb wir mit der Arbeit nicht so recht anfangen konnten. Ich nutze zusammen mit 3 Freunden die Gelegenheit um das unbekannte Terrain zu erkunden und uns einen Überblick über die Gegend zu verschaffen.

Ohne zu wissen wo genau wir eigentlich waren, fuhren wir also los. Der Plan bestand darin die umliegenden Bergpässe abzufahren und nach potentiellen Fotolocations Ausschau zu halten.

Dies gestaltete sich aufgrund des Wetters dann doch nicht so leicht wie gedacht.

Tag 1 (26)

 

Valparolapass.

Nachdem wir schon seit einigen Stunden unterwegs waren und einige ziemlich beeindruckende Bergpässe abgefahren haben kamen wir zum Valparolapass. Der Pass befindet sich an der Grenze zwischen Venetien und Südtirol und schlängelt sich auf eine Höhe von 2192 m HÜdM. Oben angekommen entdeckten wir im Nebel ein Bauwerk was unsere Aufmerksamkeit auf sich zog.

Tag 1 (22)

Eine alte Ruine aus dem Ersten Weltkrieg. Wie sich später herausstellen sollte, befanden wir uns hier an einer Stelle an der im Ersten Weltkrieg über viele Jahre hinweg die Front verlief und ein erbitterter Stellungskrieg zwischen Österreichern und Italienern tobte.  Tausende starben hier, ganze Bergkuppen wurden gesprengt und massive Berge zu Festungen ausgebaut. Nach über 100 Jahren sind die Spuren des Krieges hier noch immer deutlich sichtbar und allgegenwärtig.
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Neue Seiten

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Hallo alle zusammen. Der Blog hat in letzter Zeit ein paar Updates bekommen. Ich arbeite mich gerade durch ältere Artikel, um Fotos und Links zu erneuern, Rechtschreibfehler auszubessern (sehr viel Arbeit :D ) und neue Infos hinzuzufügen. Es gibt eine neue About Seite, auf der ihr nun etwas mehr über mich und meine anderen Arbeiten und Blogs erfahren könnt. Wer mag kann mich jetzt auch bei meiner Arbeit unterstützen. Infos darüber unter Unerstützung. Der Blog ist eine Baustelle und wird in nächster Zeit etwas ausgebaut werden.
Ich möchte mich an dieser Stelle auch nochmal bei meinen Lesern für die vielen positiven Mails, Kommentare und das Feedback bedanken.

Ich freue mich sehr darüber.

Beste Grüße

Danko

Spuren des Irrsinns

 

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Der Zweite Weltkrieg und die Zeit des Kalten Krieges haben nicht nur an der Oberfläche von Nürnberg ihre Spuren hinterlassen, sondern auch im Untergrund. So ist der Untergrund der Altstadt, heute durchlöchert wie ein Schweizer Käse. Unter der nahezu kompletten nördlichen Altstadt erstreckt sich ein weit verzweigtes  Netz aus mehreren mit einander verbundenen Bunkeranlagen.  Im Norden dominieren Anlagen aus dem 2 Weltkrieg den Untergrund, im Süden sind es die Atombunker des Kalten Krieges.

Seit letztem Jahr treibe ich mich nun vermehrt im Untergrund herum und dokumentiere diese stillen Zeugen des Krieges und Kampfes der Systeme.

 

Atombunker in Nürnberg

Seit dem Inkrafttreten des Schutzbaugesetzes von 1965, wurden in Nürnberg bis in die 80ger Jahre etwa 21 “atomsichere” Zivilschutzanlagen errichtet. In der Theorie hätten etwa 5% der Stadtbevölkerung 14 Tage lang in ihnen überleben können und vor radioaktiven Niederschlägen, biologischen Kampfmitteln und chemischen Kampfstoffen sicher sein sollen.

Die größten Anlagen in der Stadt hätten etwa 2500 Menschen aufnehmen können. Der Platz in den Bunkern war sehr knapp bemessen. Dies hatte zur Folge, dass man hier unten nur im Schichtbetrieb sitzen und liegen konnte. 16 Stunden sitzen, acht Stunden schlafen auf schmalen Pritschen. Das Herumgehen war nicht vorgesehen, um eventuelle Konfrontationen bzw. Aggressionen zu vermeiden(!). Die Dieselgeneratoren waren unglaublich laut und die Temperatur in den Bunkern hätte bei Vollbesetzung nie unter 30 Grad gelegen.

50 Leute hatten sich ein Waschbecken zu teilen, den ganzen Tag über wäre auf zwei Herdplatten Suppe gekocht worden. An Arznei gab es Beruhigungsmittel, Augentropfen und Kohletabletten. „Der Bunkerwart und die Männer vom Technischen Hilfswerk waren nicht darin ausgebildet, mit einer solchen Menge an Menschen umzugehen“. Man hätte sich darauf verlassen, dass ein Arzt unter den Schutzsuchenden ist. Tote hätte man in Leichensäcken in die Eingangsschleusen geschafft.

Bundesweit wurden Bunker nach dem selben Konzept gebaut. Weiterlesen

Günthers Fabrik

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In einem Dorf in der Nähe von Nürnberg bin ich vor kurzem durch einen Tipp auf eine verlassene Düngerfabrik gestoßen. Die ältesten Gebäude auf dem Gelände stammen aus dem Jahr 1939 und waren Teil einer Ziegelfabrik. Nach ihrer Schließung zog Günther auf das Gelände und stellte hier bis zum Jahr 2007 Dünger für Pflanzen aller Art her. Seit nun 7 Jahren ist das Gelände verlassen. Die Gebäude verfallen, Kinder und Jugendliche kommen zu randalieren, der ein oder andere auch zum malen, es finden Paintball Kämpfe statt und ab und zu trifft man einen Fotografen.

Hier ein paar Fotos aus dem Jahr 2013. Weiterlesen

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